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Antibiotika – die Sache mit den Resistenzen

  • vor 21 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Im Wartezimmer hält sich ein hartnäckiges Gerücht:

„Wenn das Tier krank ist, braucht es ein Antibiotikum!“


Wir verstehen diesen Wunsch nach Sicherheit natürlich total – man will ja nur das Beste für seinen Liebling. Doch in unserer Praxis arbeiten wir nach dem Motto: So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich. Das ist kein Geiz, sondern moderner Gesundheitsschutz für Ihr Tier.

 

Viren lachen über Antibiotika

Viele Infekte, die unsere vierbeinigen Patienten plagen – vom klassischen Zwingerhusten beim Hund bis zum Katzenschnupfen-Komplex – werden oft durch Viren verursacht. Doch gegen Viren ist ein Antibiotikum absolut machtlos. Es wäre so, als würden Sie versuchen, ein Feuer mit einer Taschenlampe zu löschen. Es bringt nichts, ausser dass es den Körper Ihres Tieres unnötig belastet. Wir schauen deshalb ganz genau hin, wer der Übeltäter ist, bevor wir zum Antibiotikum greifen.

 

Das Problem mit den „Super-Bakterien“ (Resistenzen)

Wenn wir Antibiotika zu oft, zu kurz oder falsch einsetzen, passiert etwas Gefährliches: Die Bakterien lernen dazu. Sie trainieren quasi gegen das Medikament und werden resistent. Das hat zur Folge, dass wenn Ihr Tier dann wirklich einmal eine schwere bakterielle Infektion hat, das Antibiotikum allenfalls nicht mehr wirkt. Zudem vernichten Antibiotikagaben nicht nur die «schlechten» Keime, sondern auch die «guten» Darmbakterien. Das Immunsystem geht in die Knie und der nächste Infekt lässt nicht lange auf sich warten. Aus diesem Grund ist während der Antibiotikumgabe eine Unterstützung mit Probiotika sinnvoll.

 

Vertrauen Sie uns, wenn wir sagen: „Ihr Hund braucht heute kein Antibiotikum, sondern Ruhe und Schleimlöser.“ Wir wollen nicht geizen, sondern die Wirksamkeit dieser wichtigen Medikamente für den Ernstfall erhalten.

Denn wir möchten, dass Ihr Liebling nicht nur heute gesund wird, sondern dass Medikamente auch in zehn Jahren noch helfen, wenn es wirklich brennt.

 

Fragen zur Behandlung? Wir erklären Ihnen gerne bei der nächsten Untersuchung, warum wir uns für (oder gegen) ein Medikament entscheiden!

 
 
 

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